Dies ist die Geschichte des Herxheimer Dorftheaters, das einst auszog, das N I C H T S zu finden und zu erforschen. Doch dann kam eine Pandemie in die Quere. N I C H T S ging mehr.
Aber wo N I C H T S ist, ist ja bekanntermaßen alles möglich. Zum Beispiel, den hygieneverriegelten Theaterraum kurzerhand zu verlassen und sich mit Sack und Pack auf einer riesigen Sandrennbahn breitzumachen; einer zum Gelände manifestierten Abstandsregel, quasi.
Hier wird im Sommer 2021 die begonnene Suche mit allen Mitteln der schönen Künste eifrig fortgesetzt und gefragt: Wem gehört eigentlich so ein Ort, dieses Stück vermeintlich leeres Land, wenn dort gerade N I C H T S stattfindet? Uns allen? Niemandem? Denen, die es nutzen und gestalten? Denen, die es mehr oder weniger gewaltsam in ihren Besitz bringen? Flora und Fauna? Rennfahrerinnen oder Baulöwen? Forschern oder Zombies? Wüstensöhnen oder Ozeantöchtern? Cellistinnen oder Blaskapellen? Cowboys oder Erlöserinnen? Sie alle und noch weitere werden die Sandbahn betreten, bespielen, beschreiben und auch wieder verlassen. So entspinnen sich bildhafte Episoden vom Füllen vermeintlicher Freiräume und verheißungsvoller Leerstellen, von Landnahme und -verlust, von der Projektion eigener Wünsche und Ideen auf ein großzügiges Areal, das alles und
N I C H T S zugleich ist.
Mit: Peter Detzel, Ede Gauly, Claudia Lehmann, Sophie Malthaner, Annika Marz, Alexander Roos, Peter Seibel, sowie einigen Spezialgästen und einer Rennbahn
Buch & Regie: Esther Steinbrecher
Komposition & Livemusik: Regina Wilke
Ausstattung: Jörn Fröhlich, Lili Hillerich
Assistenz: Celina Hellmann
Technik: Kim Acker, Joël Krauß
Grafik: Timo Durst
PREMIERE: Fr., 27. August 2021 19:00 Uhr
Weitere Aufführungen
28. und 29. August 2021
2. bis 5. September 2021
9. bis 12. September 2021*)
Ort: Sandrennbahn Herxheim 19:00 Uhr
*) Der Vorverkauf für diese Veranstaltungen startet wegen der sich event ändernden Bedingungen ab 1.8.2021.





"Was ich am liebsten tu ist garnichts. "
"Wie tut man garnichts?", fragt Pu, nachdem er lange gegrübelt hatte. "Das ist, wenn man es gerade tun will, und die Leute wollen von einem wissen 'Und was willst du jetzt tun?' Und dann sagt man: 'Och gar nichts', und dann tut man's einfach."
Aus Pu baut ein Haus von A.A.Mine
N I C H T S wird gefördert von:



Gefördert durch Projektgelder von „Land in Sicht!“ über den Bund Deutscher Amateurtheater aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages



Aktuell ist es ja eher ruhig. Bei den 1. Proben für NICHTS haben wir gemerkt, es gibt eine lautstark aufspielende Konkurrenztruppe - die Rennbahn-Spatzen. Diese haben sich in den Streben der Tribüne häuslich eingerichtet und erzeugen eine unüberhörbar Schallkulisse.
Da diese gerade die leisen Töne einer Theateraufführung übertönen kann, haben wir rechtzeitig zum Nistbeginn neue Behausungen gezimmert.
" Werte Rennbahn-Spatzen. Die ersten Wohnungen sind fertiggestellt. Ihr könnt einziehen."
